VORSCHLAG PROZESS FÜR VERKEHRSPROGRAMM:

1) PRINZIPIEN (Ziel: so kurz und abstrakt wie möglich, alles abdecken): Wir gehen von unseren (aus Forderungen destillierten) Prinzipien aus: z.b. Recht auf gute Mobilität, limitierter Platz für Verkehr im öffentlichen Raum, ...

-> Derzeit: Minderheit bestimmt Verkehrsgeschehen, z.B. T50 Kfz behindern das Recht auf gute Mobilität aller anderen. Daher: Recht auf gute Mobilität darf nicht von anderen Verkehrsteilnehmern behindert werden. Gut = ökologisch, möglichst niedriger Gesamtenergieverbrauch, ruhender Verkehr?. Zusätzlich: Kein weiterer Ausbau der Verkehrsflächen für MIV ausgenommen einspuriger Zufahrtsstraßen.

2) UTOPIE: Diese definieren wir sodass das Gemeinwohl optimiert wird (z.b. wieviel Auto darf in der Stadt sein): nur notwendige Fahrten (Einsatzfahrzeuge, Schwertransporte), keine MIV im öffentlichen Raum abgestellt, Stadt für FußgängerInnen optimiert.

3) HINDERNISSE: Wir identifizieren die Hindernisse/Probleme zur Realisierung unserer Utopie, die individuelle Handlungen nicht anstreben (z.b. Merkmale des automobilen Verkehrsregime):

4) LÖSUNGSSCHRITTE: Zuletzt formulieren wir daraus Lösungsschritte, um individuelle - für das Gemeinwohl suboptimale - Handlungen zu unterbinden, z.b. für 2025, 2030, ... Beispiele von anderswo referenzieren

-> zuerst: kein Ausbau, dann: ...

Wir strukturieren dieses Prozess auch nach Handlungsfeldern (abgestimmt nach Zieljahr), z.B.

  • FußgängerInnen: Rene
  • Öffis: Rene
  • Rad: Stefan
  • Kfz: Stefan
  • Lieferungen/Logistik: Ernst
  • Parkplatzmanagement MIV: Stefan
  • Verteilung öffentlichen Raums (Parkender MIV) + Anteil Verkehrsraum (fliessender Verkehr): Ernst
  • absehbare technologische Entwicklungen (Kontrollsensoren, Selbstfahrer, E-Mobilität, Apps): Rene+Stefan+Ernst
Wichtig: auch Umland berücksichtigen und wenn möglich auch das Land miteinbeziehen (im Gegensatz zur Stadt)

Rechte - für unsere Prinzipien:

  • Fahrender MIV tötet/verletzt viele, schränkt Bewegung ein
  • Ruhender MIV lässt zuwenig Platz im öffentlichen Raum
  • Autos vergiften die Umwelt mit Emissionen (Lärm, Schadstoffe, Feinstaub)

Widersprüche - die wir auflösen müssen:

  • MIV ist Hauptursache gewaltsamer Toter (mehr als Kriege)
  • Autos verstauen sich selbst
  • MIV fördert Zersiedlung (Entfernung Arbeits-/Wohn-/Einkaufs- und Freizeitorte), zerstört soziale Geflechte und unmittelbare soziale Beziehungen (road rage)
  • Verbrauch nichterneuerbarer Energien, Versiegelung des Bodens, Bindung von Ressourcen
  • Bei individuellem Autobesitz scheinen Grenzkosten pro zusätzliche Fahrt niedrig (durch hohe Fixkosten und nicht zugeordnetem externalisiertem Anteil)
  • hoher MIV-Anteil am modal split reduziert das Öffi-Angebot und macht ihn unattraktiv (Stau für Busse, Wartezeiten an Querungen, gefährlicher) - "Auto ist ein Virus"
  • Der petromobile Komplex (Auto-/Öl-/Bauindustrie, Lobbygruppen, Gesetzgebung und Verkehrsplanung) wirkt systemerhaltend + bewusstseinsbildend (Verkehrsplanung/-Erziehung)

UTOPIE:

  • Nur Schwertransportlieferungen / Einsatzfahrzeuge in Innenbezirken?
  • Öffis in niederfrequenten Bereichen nach invididuellem Bedarf
  • Abfangen von Pendel-MIV an der Stadtgrenze

LÖSUNGSSCHRITTE:

  • MIV-Fahrten nach Notwendigkeit filtern (wie?)
  • Parkplätze durch multifunktionelle Räume ersetzen, indem Mehrwert bewusst gemacht wird
  • MIV zuerst vom Grätzl auf Hauptrouten (Stau ist dort selbstregulierend) zurückdrängen
  • Kontrolle durch Sensoren - sanktioniert Verstösse gegen Sicherheit/StVO automatisch
  • Öffentlichen Raum gerecht aufteilen: Verkehrsraumanteil reduzieren, MIV-Raum reduzieren

-- StefanOhrhallinger - 18 Apr 2017
Topic revision: r5 - 25 May 2017, ErnstJeschek
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